Feuerwerksaufnahmen

Neben einem guten Standort und einem dazu passenden Objektiv ist es hier vorteilhaft, die richtigen Kameraeinstellungen rechtzeitig vor Beginn eingestellt zu haben. Es empfiehlt sich, vorher Probeaufnahmen zu machen um zu sehen, wieviel Licht und Brennweite Vorder- und Hintergrund benötigen um optimal ins Foto eingebunden zu werden. Es sollte bis zu letzt getestet werden, weil es meist am Ende der Dämmerung losgeht und sich in dieser Zeit die Lichtbedingungen schnell und massiv ändern. Feuerwerksaufnahmen ohne Vorder- und/oder Hintergrund wirken schnell steril und langweilig.

Bedingt durch den engen Zeitraum und die Dunkelheit bei solchen Motiven ist es sehr von Vorteil, die Kamera blind und sehr schnell bedienen zu können, da es dann zu dunkel ist um ohne die Beleuchtung der Kamera oder mittels einer kleinen Taschenlampe die Bedienelemente und Anzeigen ablesen zu können.

Man sollte auch ab und zu eine der Aufnahmen einer schnellen Kontrolle unterziehen um zu sehen, ob man mit den Einstellungen auf dem richtigen Weg ist. Also nicht zu lange oder zu kurz belichtet was zu übermäßig vielen oder zu zu wenigen gleichzeitig sichtbaren Lichteffekten führt oder ob man auch die Blende und ISO (möglichst niedrig halten!!!) verstellen sollte, weil die Lichteffekte zu sehr überstrahlen oder zu schwach abgebildet werden und der Hintergrund beispielsweise nur noch schwarz ist.

Es ist leider kaum möglich, Empfehlungen für Zeit- und Blendeneinstellunge zu geben. Zu unterschiedlich sind Feuerwerke und Standorte. Meine Erfahrungen mit bisher nur 3 Feuerwerken: Bei den zwei kleineren, mit Stativ abgelichteten, haben sich Zeiten von 1 bis 20 Sekunden gut gemacht. Bei einem sehr großen Feuerwerk (siehe Fotos) wo ich freihand fotografieren mußte, machten sich dagegen ganz andere Werte (siehe unten) sehr gut. Man sollte dabei ruhig verschiedene Einstellungen ausprobieren und auch abhängig von den aktuellen Effekten die Ausrichtung der Kamera und die Brennweite variieren. Man muß allerdings beachten, daß es Zoomobjektive gibt, deren passende Entfernungseinstellung abhängig von der gewählten Brennweite ist, so daß man nach einer Brennweitenänderung ggf. neu fokussieren muß.

Ein Stativ ist bei solchen Aufnahmen sehr vorteilhaft, ebenso wie die dann optimalerweise aktivierte Spiegelvorauslösung. Man verwendet für gewöhnlich den M-Modus, also die Betriebsart, in der man alles von Hand einstellt. Als zusätzliches Hilfsmittel sollte man einen Fernauslöser verwenden, mit dem man durch einfaches Drücken und loslassen jedesmal individuell die Belichtungszeit festlegt. Es gilt daher den B-Modus (Langzeitbelichtungsbetriebsart) der Kamera zu nutzen.

Selbstverständlich kann man auch mit einem Einbein oder freihand Feuerwerksaufnahmen machen. Da man dann aber die üblichen kurzen Verschlußzeiten benötigt damit die Aufnahmen nicht verwackeln, muß im Gegenzug die Blende weiter geöffnet werden und auch der ISO-Wert deutlich angehoben, was zwangsläufig zu verstärktem Bildrauschen führt.

Pyromusikale 1

Feuerwerk - Pyromusikale 2009

Auflösung: 1680x1050
Dateigröße: 1277 KB
transparent Pyromusikale 2

Feuerwerk - Pyromusikale 2009

Auflösung: 1680x1050
Dateigröße: 990 KB
transparent    
Pyromusikale 3

Feuerwerk - Pyromusikale 2009

Auflösung: 1680x1050
Dateigröße: 1011 KB
  Pyromusikale 4

Feuerwerk - Pyromusikale 2009

Auflösung: 1680x1050
Dateigröße: 878 KB
transparent    
Pyromusikale 5

Feuerwerk - Pyromusikale 2009

Auflösung: 1600x1050
Dateigröße: 897 KB
 

Diese Aufnahmen entstanden am 11. Juli 2009 auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof im Rahmen der Pyromusikale 2009.

Die Internetseite des Veranstalters existiert nicht mehr.

Fotograf: René Frost

Aufnahmedaten:
Kamera: Canon EOS 40D
Objektiv: Canon EF 50 1.4
ISO: 400-1000
Blendenwerte: 2.0 bis 2.8
Zeit: 1/50 bis 1/100 Sekunde (alle freihand)